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Das Düsseldorfer Netzwerk ist offizielles Projekt

Offizielles Projekt der Unesco-Dekade Bildung fuer nachhaltige Entwicklung

Aktuelles

25.1.2012

Auszeichnung des Netzwerks als UN-Dekade-Projekt

Das Düsseldorfer Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung ist als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet worden:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Ihnen heute nun mitteilen zu können, dass die Jury des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ Ihr Projekt/Ihre Initiative als offizielles deutsches Dekadeprojekt für den Zeitraum 2012/2013 ausgewählt hat. .... Wir gratulieren Ihnen herzlichst im Namen der Jury des Nationalkomitees zu dieser Auszeichnung und freuen uns, Sie und Ihr Projekt in Bonn bei der Urkundenübergabe kennen zu lernen!

Mit den besten Grüßen
Heidi Consentius / Bettina Klaczinski

Die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt erhalten Initiativen, die das Anliegen der weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Mit der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) haben sich die Staaten der Vereinten Nationen verpflichtet, diese Art des Lernens in ihren Bildungssystemen zu verankern. Auf Grundlage eines einstimmigen Bundestagsbeschlusses koordiniert die Deutsche UNESCO-Kommission die deutschen Aktivitäten zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Sie hat ein Nationalkomitee berufen und mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung eine Dekade-Koordinierungsstelle eingerichtet. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat in Deutschland bereits über 1.400 Projekte ausgezeichnet: In Schülerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll wie umweltverträglich und sozial gerecht zu handeln. Kindergärten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich für fairen Handel. Außerschulische Träger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen. Eine Jury aus Experten entscheidet über die Auszeichnung der Bildungsprojekte. Voraussetzung ist die Ausrichtung der Arbeit an den Grundsätzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. So müssen Wissen und Kompetenzen aus den drei Nachhaltigkeits-Dimensionen Wirtschaft, Soziales und Umwelt vermittelt werden. Außerdem ist wichtig: Die Projekte haben einen innovativen Charakter, wirken in die Breite und bemühen sich um die Zusammenarbeit mit anderen Projekten.

Die Übergabe der Auszeichnung wird am 27. Februar 2012, voraussichtlich am frühen Abend, in Bonn stattfinden. Vom 27. – 28. Februar findet ein internationaler Workshop zur UN-Dekade in Bonn statt und die ausländischen Gäste haben ein großes Interesse an „best practice“-Beispielen. "Von daher möchten wir Ihnen bei dieser Gelegenheit die Auszeichnung von einigen Projekten aus Nordrhein-Westfalen präsentieren. Wir hoffen, dass das auch in Ihrem Interesse sein wird und freuen uns, wenn wir Sie dort empfangen dürfen."

 

13.1.2012

Aktuelles aus dem Umweltausschuss

Gestern hat der Umweltausschuss des Stadtrats die Informationsvorlage der Verwaltung zum Ausbau des Düsseldorfer Netzwerks Bildung für nachhaltige Entwicklung zustimmend zur Kenntnis genommen. Vorausgegangen war der Beschluss des Umweltausschusses im Sommer des letzten Jahres, die Verwaltung um eine solche Ausbauplanung zu bitten. Iris Bellstedt, die Vorsitzende der Ausschusses, bedankte sich in der gestrigen Sitzung im Namen des Ausschusses für das Engagement  aller beteiligten Akteure im Netzwerk und für die Qualität der geleisteten Arbeit.

Angebot NaturGut Ophoven

Das NaturGut Ophoven in Leverkusen bietet zurzeit Schulklassenprogramme zu Energie- und Klimaschutz an. Diese Kurse werden für Düsseldorfer Schulen durch das Umweltministerium NRW bis Ende Februar gefördert. Die Programme kosten deshalb nur die Hälfte des üblichen Preises (2,50 Euro pro Kind). Außerdem werden jede Woche vier Schulklassen ausgelost, denen Programme und Fahrtkosten komplett erstattet werden. Folgende Programme sind zu den oben genannten Konditionen buchbar:

Entsprechende Flyer sind gerade an alle Schulen geschickt worden und müssten dort vorliegen. Weitere Informationen unter http://www.naturgut-ophoven.de

Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation

Das aus meiner Sicht interessanteste Gutachten zum Thema nachhaltige Entwicklung aus dem Jahr 2011 stammt vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung (WBGU) und ist als einer der deutschen Beiträge zur Rio+20-Konferenz im Juni 2012 vorgesehen.

Der WBGU begründet in diesem Bericht die dringende Notwendigkeit einer post-fossilen Wirtschaftsweise, zeigt zugleich die Machbarkeit der Wende zur Nachhaltigkeit auf und präsentiert zehn konkrete Maßnahmenbündel zur Beschleunigung des erforderlichen Umbaus. Damit die Transformation tatsächlich gelingen kann, muss laut WBGU ein Gesellschaftsvertrag zur Innovation durch einen neuartigen Diskurs zwischen Regierungen und Bürgern innerhalb und außerhalb der Grenzen des Nationalstaats geschlossen werden.

“In den letzten Jahren sind zahlreiche Publikationen zum Thema „Low-carbon-Transformation“ oder „Green Economy“ erschienen; allerdings haben sich diese Studien häufig nur auf Teilthemen konzentriert (z. B. technische Maßnahmen, finanzielle oder Governance-Aspekte) und hatten vielfach einen nationalstaatlichen Fokus. Mit dem vorliegenden Gutachten wurden in mehrfacher Hinsicht neue Wege beschritten:

  1. Es wird eine Gesamtbetrachtung der Transformation in Richtung Klimaverträglichkeit unternommen.
  2. Die technische, gesellschaftliche, ökonomische und rechtliche Machbarkeit wird beleuchtet, einschließlich bestehender Blockaden und Barrieren.
  3. Die Transformation zur klimaverträglichen Gesellschaft wird aus einem globalen Blickwinkel untersucht und dabei nach Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern unterschieden.
  4. Neben Lehren aus historischen Erfahrungen werden auch die Erkenntnisse der Transitionsforschung berücksichtigt.
  5. Es wird die Rolle gesellschaftlicher Akteure in Transformationsprozessen untersucht und gezeigt, dass sie, z. B. als Katalysatoren, viele wichtige Funktionen einnehmen können und sie es letztendlich sind, die die Transformation tragen.
  6. Neben den bereits häufig untersuchten Energiesystemen werden weitere zentrale Transformationsfelder wie die Landnutzung und Urbanisierung beleuchtet.
  7. Alle Empfehlungen werden vor dem Hintergrund des hohen Zeitdrucks entwickelt: Die globalen Treibhausgasemissionen müssen innerhalb des nächsten Jahrzehnts ihr Maximum überschritten haben, um gefährliche Klimaänderungen noch verhindern zu können.
  8. Aus diesen Komponenten speisen sich Leitbild und Transformationsverständnis des WBGU zur Gestaltung des erforderlichen Suchprozesses. Dieses Leitbild ist auch als Grundlage für die weitere gesellschaftliche Debatte gedacht (zitiert aus der Einleitung des Gutachtens).”

Das Gutachten besticht durch die Fülle von aktuellen Daten, durch den Überblick über ältere und neue Forschungsergebnisse aus Natur- und Gesellschaftswissenschaften, der Darstellung gesellschaftspolitischer Entwicklungen sowie interessanten Politikempfehlungen. Bei aller Schwierigkeit der vor der Gesellschaft liegenden Aufgabe zeigt das Gutachten sehr präzise, wie weit inzwischen schon die notwendigen Veränderungen gediehen sind und welche Chancen bestehen, das notwendige Umsteuern zu schaffen. Enthalten sind übrigens viele Tabellen und Graphiken, die auch für den Unterricht in Geographie, Geschichte, Politik, Naturwissenschaften, ... der Sekundarstufe genutzt werden können.

Das Gutachten und viele weitere interessante Veröffentlichungen des WBGU unter http://www.wbgu.de/index.php?id=79

Energiewende & Bildung - BNE-Tagungsreihe 2012 der ANU
 
Die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bundesverband e.V. (ANU) veranstaltet Anfang 2012 gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern die Tagungsreihe  "BNEE - Bildung für nachhaltige Entwicklung und Erneuerbare Energien" für MultiplikatorInnen aus Hochschule, Schule, beruflicher und außerschulischer Bildung und an Bildung interessierte EnergieexpertInnen:

Das Projekt "BNEE - Bildung für nachhaltige Entwicklung und Erneuerbare Energien" wird gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Ausführliche Informationen zur BNEE-Tagungsreihe unter www.umweltbildung.de/.
 
Für die nordrhein-westfälische Tagung werden noch gute Beiträge, Beispiele und/oder Materialien gesucht, die sich am Markt der Möglichkeiten oder in Workshops beteiligen. Dabei sind auch Schulen mit Input aus ihren Projekten herzlich willkommen.

Kontakt: Andrea Donth, Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA), Siemensstr. 5, 45659 Recklinghausen
Tel.: 02361 305-3526,  Fax: 02361 305-3340,  E-Mail:  andrea.donth@nua.nrw.de

Jahresthema der UN-Dekade 2012

Das Jahresthema 2012 der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist Ernährung. Warum schmeißen wir große Mengen unserer Lebensmittel weg? Was hat die Wurst im Pausenbrot mit dem Klimawandel zu tun? Und was genau ist fair am fairen Handel? Diese und ähnliche Fragen sollen 2012 im Rahmen der UN-Dekade BNE im Mittelpunkt stehen.

 

7.1.2012

Neujahrsgrüße

Ich wünsche allen Akteuren in unserem Arbeitskreis ein erfolgreiches und schönes neues Jahr 2012 und freue mich auf die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit! Ich hoffe, alle konnten über den Jahreswechsel einige erholsame Tage genießen.

Auch in diesem Jahr hat unser Netzwerk Einiges vor, hier ein kurzer Überblick über wichtige Vorhaben bzw. Ereignisse:

Klaus Kurtz, Netzwerkkoordinator

Informationsveranstaltung Bürgersolaranlagen in Düsseldorf

Zum Jahresende ist auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes des Geschwister-Scholl-Gymnasiums eine Bürgersolaranlage ans Netz gegangen. Die Bürgersolaranlage der Fa. Greenerator ist die 6. Bürgersolaranlage dieser Firma. Sie  hat 90.000€ gekostet und eine Leistung von 40kWp. Interessierte Bürger können jetzt Anteile ab 1000 € aufwärts für eine Laufzeit von 4 bis 20 Jahren erwerben mit einer Vergütung von 4%  oder mehr in Abhängigkeit von der Laufzeit und der Sonneneinstrahlung. Anbei die Einladung zur Informationsveranstaltung. Für Akteure aus unserem Arbeitskreis, die selbst investieren wollen oder ähnliche Projekte für ihre Schule planen, ist dies sicherlich eine interessante Veranstaltung:

Liebe Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kolleginnen und Kollegen,

die PV-Anlage der Fa. Greenerator auf dem Dach unseres Gymnasiums ist jetzt am Netz! Anbei schicke ich Ihnen/Euch nun die Einladung  der Fa. Greenerator zu einem Informationsabend am Geschwister-Scholl-Gymnasium am 18.1.2012 um 19.30 Uhr (Redinghovenstraße 41, Raum R 213) mit einem Beteiligungsangebot an der PV-Anlage – mit der Bitte um Weiterleitung an interessierte Eltern, Schülerinnen und Schüler und Kolleginnen und Kollegen.

Mit freundlichen Grüßen
Theodor Wahl-Aust
Vors. d. Ausschusses Nachhaltigkeit am Geschwister-Scholl-Gymnasium Düsseldorf

Ausstellung “Dogon - Weltkulturerbe aus Afrika”

Sehr empfehlswert: bis zum 22.1.12 die Ausstellung “Dogon – Weltkulturerbe aus Afrika” in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn (Museumsmeile) zu besuchen.

Gezeigt werden Skulpturen, Masken und Alltagsgegenstände dieses interessanten jahrhundertealten Volkes aus Mali. Die Ausstellung bietet dem Besucher darüber hinaus die Möglichkeit, sich mit der Entstehungswelt der ausgestellten Objekte auseinanderzusetzen und Einblicke in die Lebensumstände der Dogon zu gewinnen. In neun Themenboxen werden nicht nur die ersten historischen Kontakte zwischen Europäern und Dogon und der Kolonialismus mitsamt seinen lang anhaltenden Folgen angesprochen. Es wird auch hinterfragt, wie wir auf Afrika und afrikanische Kunst blicken - und wie Afrika auf uns blickt. Interviewsequenzen mit heutigen Dogon sind ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung. So wird versucht, neben dem ästhetischen Genuss auch drängenden Fragen über einen zeitgemäßen Umgang mit afrikanischer Kunst nachzugehen und einen Dialog auf Augenhöhe zu beginnen.

Weitere Informationen: http://www.bundeskunsthalle.de

 

==> Informationen zur Arbeit 1999-2011 finden Sie im Archiv <==