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Unesco-Dekade

Schulqualität und nachhaltige Entwicklung

Money Money

Leitbild der Nachhaltigkeit in der Schule: Íkonomie, Soziales, Institutionelles, Íkologie, BildungStellung

Ökonomie

Leitbild

Schule muss adäquat (entsprechend den an sie gestellten Ansprüchen und Aufgaben) finanziert werden. Eine Schule kann nicht zukunftsfähig sein, wenn Ansprüche und Finanzierung auseinander driften.

Die verfügbaren Finanzmittel sollten sparsam und effizient eingesetzt werden. Erfahrungen belegen, dass Schulen im Bereich der Bewirtschaftung durch intelligentes Verhalten bzw. durch gezielte Investitionen erhebliche Einsparungen erzielen können (Energiekosten, Wasser, Abwasser, Abfall). Solche Einsparmaßnahmen sollten so ausgerichtet werden, dass sie auch zur Entlastung der Umwelt beitragen. Eingesparte Geldbeträge sollten auf Grundlage einer längerfristigen Vereinbarung zwischen Schule und Schulträger anteilig an die Schule fließen, um die Qualität von Schule zu erhöhen und somit Motivationen zu schaffen.

Besondere Berücksichtigung verdienen die Bereiche, in denen die Schüler in der Schule / für die Schule Geld ausgeben. Anzustreben ist z.B., dass es in der Schule attraktive und ökonomisch konkurrenzfähige Angebote zur Pausenversorgung gibt, die den übergeordneten Zielsetzungen der Schule entsprechen (z.B. gesund, abfallarm, fair gehandelt). Ähnliches gilt u.a. auch für Schülermaterialen oder Klassenfahrten.

Achtung: Dieses Leitbild soll nur als Beispiel dienen. Wenn Sie sich ernsthaft mit der wirtschaftlichen Situation Ihrer Schule befassen möchten, sollte Ihre Schulgemeinschaft ein eigenes Leitbild entwickeln! Da die nachfolgend angebotene Checkliste zur Selbstbewertung auf diesem Beispiel-Leitbild aufbaut, sollten Sie auch diese nicht pauschal in Ihrer Schule übernehmen, sondern bei Bedarf an Ihr Leitbild anpassen.

Checkliste: Money Money

Bevor Sie mit dieser Checkliste arbeiten, lesen Sie bitte die Anmerkungen!

Bereich 1: Personelle Ressourcen

Dieser Bereich wird von der Checkliste "Für das Leben lernen" abgedeckt. Falls dieses Thema auch bearbeitet wird, sollten sich beide Gruppen austauschen; ansonsten sollte die Gruppe Money Money die entsprechenden Fragen (Bereich 1.1 Lehrerinnen und Lehrer) aus der Bildungs-Checkliste mit bearbeiten.

Bereich 2: Materielle Ressourcen

Dieser Bereich muss teilweise beim Schulträger erfragt werden. Hierzu sollte rechtzeitig ein Gesprächstermin vereinbart werden!

2.1 Schuletat

2.2 Investitionen

2.3 Selbstverwaltung

2.4 Einsparungen

Die Antworten können teilweise von anderen Gruppen abgerufen werden; siehe u.a. Energie

Beste Praxis zur Nutzung ökonomischer Instrumente im Schulbetrieb sind z.B. fifty-fifty oder das Contracting (siehe dazu Das Negawatt-Sparschwein in der Rubrik Energie auf umweltschulen.de).

Die Gesamtschule Schwerte hat im Rahmen ihres Öko-Audits im Jahr 1999 Bewirtschaftungskosten in Höhe von ca. 30.000,- DM eingespart; im Jahr 2000 waren es ca. 50.000,- DM. 2/3 dieser Beträge erhielt die Schule vom Schulträger für Öko-Investitionen bzw. zur freien Verwendung überwiesen.

Auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf gehört das fifty-fifty-Projekt untrennbar zu den günstigen Rahmenbedingungen, welche für das schulische Öko-Audit geschaffen wurden.

Bereich 3: Materielle Lage der Schüler

Ein Wohlstandsgefälle zwischen verschiedenen Schülern ist gewiss an jeder Schule zu verzeichnen - dies ist allerdings durch die Schule nicht zu beeinflussen. Kritisch wird es, wenn Schüler aus wirtschaftlichen Gründen von bestimmten Teilbereichen des Schullebens ausgeschlossen werden; in diesen Fällen sollte versucht werden gegenzusteuern. Die Datenerfassung wird schwierig, wenn sie persönliche Bereich berührt (Kann / darf / sollte z.B. ein Taschengeldindex erhoben werden??)

Weitere Bereiche einbeziehen??

Bereich 4: Bildung

Inwieweit werden Schüler bei der Bearbeitung der oben erörterten Bereiche integriert? z.B.:

Wie wird dafür der Unterricht genutzt?

Die Gesamtschule Schwerte konnte z.B. bei ihrem Öko-Audit feststellen, dass nahezu alle Schüler Bescheid wussten, wie sparsam geheizt und gelüftet wird. Andererseits waren die überaus erfreulichen Einspar-Erfolge den meisten Schülern nicht bekannt - ein gravierender Mangel der schulinternen Kommunikation.

In der Alexander-von-Humboldt-Schule in Viernheim werden die einesparten Mittel von einer Energie-Agentur (als Verein organisierte Schülerfirma) verwaltet und im Wesentlichen so investiert, dass neue Einsparungen erwirtschaftet werden können; siehe Das Negawatt-Sparschwein

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