Umweltauswirkungen durch:
Umwelt-
bildung
Bestand Material-
verbrauch
Energie-
nutzung
Verbrauch
Wasser
Abfall Emissionen Lärm Verkehr Dienst-
leister

Bewertung der Umweltaspekte

Umweltauswirkungen durch Umweltbildung

Die Umweltbildung hat in einem umfassenderen Sinne als die übrigen Aspekte Umweltaus-wirkungen. Alle Bemühungen, die negativen Umweltauswirkungen zu verringern, stehen und fallen mit den beteiligten Menschen. Die Veränderung von Verhalten fußt aber auf einer Ver-änderung des Bewusstseins und diese zumindest teilweise auf Wissen. Eine Umweltbildung ist damit Grundlage einer Veränderung in eine positive Richtung und hat somit Einfluss auch auf alle direkten Umweltaspekte. Dennoch ist festzuhalten, dass die Auswirkungen nur lang-fristig auftreten und nur eingeschränkt zu erfassen und zu kontrollieren sind.

Die Maßnahmen zur Umweltbildung können in einer Bildungsanstalt differenziert gestaltet werden. Durch die Einrichtung von Klassen mit dem Differenzierungsbereich 'Ökologische Ökonomie’ in der Höheren Berufsfachschule haben wir einen entscheidenden Faktor zur Verfügung, denn diese Klassen arbeiten nicht nur ganz konkret im Umweltbereich, sondern beziehen auch andere Schüler in den Prozess mit ein, so dass die Umweltbildung nicht auf diese Klassen beschränkt bleibt. Hinzu kommt, dass die Information von Schülern durch Schüler wirksamer ist als die durch Lehrer.

Tag der offenen Tür: Schüler informieren Schüler

Weitere Gesichtspunkte sind die Einbeziehung der Schüler über Gremien (z. B. Umweltteam), die Einbeziehung der Lehrer als Multiplikatoren und vor allem das Bestreben, Umweltbildung als Unterrichtsprinzip umzusetzen, wie es in unserer Umweltpolitik verankert ist. Hier sind uns aber durch Richtlinien, Lehrpläne und Prüfungsvorgaben sowie durch die zeitlichen Gegebenheiten auch Grenzen gesetzt.

Die vielfältigen Maßnahmen in unserem Umweltprogramm sind darauf ausgerichtet, das Verhalten der Schüler im Hinblick auf die anderen Umweltaspekte positiv zu verändern. Dadurch ergibt sich auch die Chance, dass sie ihr Wissen und ihre veränderte Einstellung nach Verlassen unserer Schule in die Unternehmen tragen.

Der Aspekt Umweltbildung hat eine hohe bis mittlere Handlungsrelevanz.
Aufgrund der Einschränkungen, die für jeden Aspekt gelten, der Bewusstseins- und Verhaltensveränderungen zum Ziel hat, ist das Steuerungspotenzial mit durchschnittlich bzw. langfristig umzusetzen zu bewerten.
Damit ist dieser Aspekt einer der bedeutends-ten für unsere Schule.

Daten des Umweltaspektes

Umweltauswirkungen durch den Bestand

Bei diesem Umweltaspekt sind die Verdrängung der Natur, die Versiegelung des Bodens und die Veränderung des Wasserhaushaltes zu berücksichtigen.

Durch die Umbaumaßnahmen in den zurückliegenden Jahren (z. B. Gründach, Entsiegelung des Schulhofes, Rückführung des Regenwassers) und die Aktivitäten einer Öko-Klasse, die weitere Pflanzen auf dem Schulhof setzte, wurden die negativen Umweltauswirkungen bereits so weit wie möglich – d. h. so weit der kleine Schulhof dies zuließ – vermindert.


Pflanzaktion auf dem Schulhof

Die so bereits eingetretene positive Entwicklung und die nun kaum mehr vorhandenen Möglichkei-ten der Veränderung relativieren die Bedeutung des Aspektes Bestand in Bezug auf unsere Schule, so dass dieser eine geringe Handlungsrelevanz aufweist.
Die Gestaltung von Gebäuden und Gelände obliegt dem Träger. Die Schule selbst hat hier höchs-tens ein Mitspracherecht, das sie jedoch bereits in vollem Umfang genutzt hat. So muss das Steuerungspotenzial als gering eingeschätzt werden.

 

Umweltauswirkungen durch den Materialverbrauch

Material, Einrichtungsgegenstände und Betriebsmittel haben bei Produktion, Transport, Nut-zung und Entsorgung vielfältige Umweltauswirkungen. Es kommt darauf an, Einsparungsmöglichkeiten zu nutzen, Alternativen in Form von umweltfreundlicheren Materialien zu su-chen und auf eine langfristige Nutzung zu achten.

Wichtigstes Material hinsichtlich der Menge ist das Papier, hier wurde insgesamt eine Verringerung des Verbrauches pro Person erreicht. Der Einsatz von Recyclingpapier konnte erhöht werden, seit 2005 wird – bis auf Ausnahmen – nur noch Recyclingpapier verwendet.

Die Materialien für die Lehrer werden bereits seit Jahren nach ökologischen Kriterien beschafft.
Soweit die Vorgaben des Trägers es zulassen, wurde auch für die übrigen Materialien für den Schulbetrieb, die die Schule selbst einkauft, ein Beschaffungswesen nach ökologischen Kriterien eingeleitet.
Möbel und Geräte werden in der Regel vom Träger beschafft. Eine Beschaffung nach ökolo-gischen Gesichtspunkten wurde den Verantwortlichen angetragen. Die wichtigste Position sind hier die PCs, die seit der Fertigstellung der neuen Gebäude geleast werden (vgl. Abfall).


Schild im Kopierraum

Ein weiterer Aspekt sind die Gefahrstoffe. Als Unterrichtsmaterialien werden Gefahrstoffe nur in dem unbedingt notwendigen Maß und in sehr geringen Mengen eingesetzt. Die Sicherheitsmaßnahmen werden eingehalten.

Für die Reinigungsmittel sind zunächst die Reinigungsfirma und der Träger der Schule als Vertragspartner der Reinigungsfirma verantwortlich.

Dennoch ist das Umweltmanagementteam in diesem Bereich immer wieder tätig geworden, um den Einsatz von Gefahrstoffen zu minimieren, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten und so Risiken zu vermeiden.

Der gesamte Aspekt Material ist aufgrund des Ausmaßes von mittlerer Handlungsrelevanz.
Die Steuerungsmöglichkeiten sind durch die Kompetenzen und die Vorgaben des Trägers eingeschränkt. Die bereits eingeleiteten Maßnahmen, die jedoch weiter durchgeführt werden, schränken den Handlungsspielraum für neue Maßnahmen weiter ein. Des Weiteren lassen sich Entscheidungen der Mitarbeiter, Lehrer und Schüler nur sehr langfristig und über die Schaffung von Bewusstsein beeinflussen. Daher werden die Steuerungsmöglichkeiten als gering eingestuft.

Daten des Umweltaspektes

Umweltauswirkungen durch die Nutzung von Energie

Um die Umweltauswirkungen in diesem Bereich so gering wie möglich zu halten, setzen wir„umweltfreundlicheres“ Erdgas ein. Zusätzlich wird im Bereich der Sporthalle durch eine Wärmerückgewinnungsanlage gezielt Energie eingespart.

Durch die Verhaltensveränderungen bei Schülern und Lehrern und durch technische Maßnahmen konnte weiterhin Energie eingespart werden, obwohl sich die Anzahl der Energieverbraucher – z. B. durch die Anschaffung neuer PCs – erhöht hat.

Weitere Einsparungen in diesem Bereich werden kaum möglich sein. Als Bildungseinrichtung sind wir auch verpflichtet, die Medienkompetenz unserer Schüler zu fördern, so dass insbesondere der Einsatz von PCs weiter zunehmen wird. Die Bestrebungen zum Energieeinspa-ren müssen aber kontinuierlich fortgesetzt werden, um den Energieverbrauch zu halten. Hier kommt vor allem das Problem eines äußerst hohen Schülerwechsels (40 – 50% jährlich) zum Tragen.

Die Handlungsrelevanz muss aufgrund der Umweltauswirkungen, aber auch im Vergleich zu den anderen As-pekten als hoch bis mittel eingestuft werden.
Das Steuerungspotenzial ist differenziert zu betrachten. Größere Investitionen werden nicht vom Berufskolleg entschieden, aber nicht-investive Maßnahmen können eigenverantwortlich durchgeführt werden. Weitere Einsparmöglichkeiten sind aber kaum gegeben. Zudem ist auch hier zu bemerken, dass die Steuerung von Verhaltensveränderungen schwierig ist. Der hohe Schüler-wechsel und die oft geringe Vorbildung in Bezug auf Umweltschutz kommen erschwerend hinzu. Das Steue-rungspotenzial wird somit als mittel bis gering bewertet.

Daten des Umweltaspektes

Umweltauswirkungen durch den Verbrauch von Wasser und Abwasser

Im Berufskolleg wird Wasser entsprechend den gesetzlichen Anforderungen eingesetzt, d. h. als Trinkwasser, für Duschen und Toiletten und für die Reinigung, Heizung und Bewässerung. Die Belastung des Wassers entspricht in etwa der privater Haushalte.

Die Daten der letzten Jahre zeigen Schwankungen in der Menge, die sich nur durch singulä-re Ereignisse (z. B. Pflanzenbewässerung in einem sehr heißen Sommer) erklären lassen. Insgesamt ist der Verbrauch an Trinkwasser auch nur bedingt dem Schulbetrieb zuzuordnen, da die Duschen in der Sporthalle in der Regel ausschließlich von Vereinen benutzt werden. Insgesamt gesehen liegt hinsichtlich der Quantität ein gering bedeutender Aspekt vor.

Die Menge des Schmutzwassers entspricht der des Trinkwassers; hinzu kommt noch die Ein-leitung von Regenwasser. Hier wurden schon wirksame Maßnahmen umgesetzt (Entsiegelung, Versickerung, Gründach).

Aus den genannten Gründen ist die Handlungsrelevanz gering.
Auch das Steuerungspotenzial ist so einzuschätzen, da die externen Nutzer einen erheblichen Anteil an der Menge haben.

 

Umweltauswirkungen durch die Erzeugung von Abfall

Unsere Strategie der Verminderung der Umweltauswirkungen zielt hier auf Vermeidung, Weiterverwendung und Wiederverwertung, entsprechend den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.

Erster Ansatzpunkt hierzu ist eine umweltbewusste Beschaffung, die eingeleitet wurde (s. Material).

Mehr als die Hälfte des Abfalls wird stofflich verwertet. Sieht man von Schwankungen in den einzelnen Kategorien ab, ist das Gesamtmüllaufkommen pro Person etwa gleich geblieben.

Eine Aktion zur Sammlung von CDs, Druckerkartuschen, Batterien und Korken, die von einer der Öko-Klassen durchgeführte wurde, war sehr erfolgreich (s. Abfalldaten).
Besonders berücksichtigt wurde in den letzten Jahren die Sortierung des Abfalls. Durch die durchgeführten Maßnahmen konnte die Sortierungsquote beim Klassenabfall gehalten werden.

Aufgrund der Auswirkungen und des Ausmaßes hat dieser Aspekt eine mittlere Handlungsrelevanz.
Die Erfahrungen zeigen jedoch, dass die Steuerungsmöglichkeit als gering bewertet werden muss.

Daten des Umweltaspektes

Umweltauswirkungen durch luftgetragene Emissionen

Luftgetragene Emissionen gehören zum Output der Bereiche Energie und Verkehr, so dass sie bei der Bewertung dieser Aspekte mit berücksichtigt und bei der Einstufung diesen Aspekten zugeordnet wurden.

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Umweltauswirkungen durch Lärm

Die Beurteilung von Lärm ist schwieriger als bei anderen Aspekten, da sich Lärm nicht im üblichen Sinne aufrechnen lässt. Hinzu kommt, dass die Belästigung durch Lärm subjektiv unterschiedlich empfunden wird, was mit der tatsächlichen Gesundheitsgefährdung nicht übereinstimmen muss.

Messungen ergaben, dass auffallende Lärmquellen der an- und abfahrende Verkehr (s. dort) und einige Klingeln sind, die mittlerweile leiser gestellt wurden. Die übrigen Daten lassen den Schluss zu, dass sich die Schule in das „Lärmbild“ der Umgebung einfügt.

Der Lärm, der im Schulalltag durch die Schüler erzeugt wird, lässt sich nicht durch techni-sche Maßnahmen sondern nur durch Information und Bewusstseinsschärfung verringern. Daher wird dieser Gesichtspunkt im Bereich Umweltbildung angegangen.

Die Handlungsrelevanz schätzen wir aufgrund der Auswirkungen als mittel bis gering ein.
Das Steuerungspotenzial wird mit gering bewertet, da sich der Lärm häufig nur durch Verhaltensveränderungen verringern lässt.

Umweltauswirkungen im Bereich Sicherheit und Risiken

Der Aspekt Sicherheit und Risiken ist Teilbereich einiger anderer Aspekte (z. B. Bestand oder Material). Die Auswirkungen sind vielfältig, wurden aber z. T. bereits in den einzelnen Abschnitten dargestellt.

Die gesetzlichen Bestimmungen halten wir grundsätzlich ein. Die notwendigen Vorkehrungen für den Brandfall – Brandschauen haben dies bestätigt – wurden getroffen. Dennoch gab es immer wieder Überlegungen zur Rettung im Brandfall. So wurden Pläne zum Feueralarm mit der Kennzeichnung der Fluchtwege bis zum Sammelpunkt an alle Lehrer verteilt und eine Brandschutzordnung in den Klassenräumen aufgehängt. Rundgänge durch die Sicher-heitsbeauftragten und regelmäßige Feueralarmübungen dienen der Kontrolle.

Den Gefahrstoffen wird besondere Aufmerksamkeit insbesondere durch Sicherheitseinrichtungen gewidmet
(s. Material).

Sicherheit und die Vermeidung von Risiken ist auch Teilbereich der Umwelterziehung und fließt in die Umweltbildung mit ein.

Aufgrund der vielfältigen Auswirkungen wird die Handlungsrelevanz mit mittel bewertet.
Aus den Erläuterungen ergibt sich aber ein nur geringes Steuerungspotenzial.

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Umweltauswirkungen durch den Verkehr

Der Bereich Verkehr ist durch einen hohen Schüleranteil entscheidend geprägt. Umfragen aus den zurückliegenden Jahren zeigen, dass sich das Nutzungsverhalten der Schüler bezogen auf die einzelnen Verkehrsmittel kaum verändert.

Auch das Verhalten der Lehrer ändert sich kaum, insbesondere bezüglich der Nutzung von PKWs. Da zahlreiche Kollegen jedoch einen langen Anfahrtsweg haben, sind Alternativen zum Auto häufig nicht gegeben oder kommen aus Zeitgründen nicht in Betracht.

Positiv zu beurteilen ist die Wahl der Verkehrsmittel bei schulinternen Fahrten. Eine Untersu-chung ergab, dass die Lehrer das Verkehrsmittel unter Berücksichtigung von Entfernung, Kosten, Verkehrsverbindung, Zeitaufwand etc. gut auswählen. Somit ergibt sich hier kein Handlungsbedarf.

Es ist festzuhalten, dass der Aspekt Verkehr – mit Ausnahme der schulinternen Fahrten – nur wenig beeinflusst werden kann, da es sich hier um persönliche Entscheidungen handelt und eine positive Entwicklung in Anbetracht der besonderen Mobilitätsinteressen von Jugendlichen, aber auch der Erwachsenen, fraglich bleibt. Auch aus diesem Grund wurde der Aspekt als indirekt eingestuft.
Hinsichtlich der Handlungsrelevanz wird die Bewertung aufgrund der Auswirkungen – wie bei Energie – mit hoch bis mittel vorgenommen, hinsichtlich des Steuerungspotenzials mit gering.

Daten des Umweltaspektes

Umweltauswirkungen durch Dienstleister und Lieferanten

Die Umweltauswirkungen der Dienstleister und Lieferanten sind vielfältig, sie umfassen die Produkte und deren Entsorgung sowie Transporte.

Verschiedene Ansätze, die Datenlage mit Hilfe von Lieferantenfragebögen zu verbessern, scheiterten am geringen Rücklauf. Da eine Bildungseinrichtung im Vergleich zu Produktionsunternehmen wenig Dienstleister und Lieferanten hat, fällt der Aspekt jedoch quantitativ sehr wenig ins Gewicht. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass Lieferanten und Dienstleister in der Regel durch den Träger der Schule bestimmt werden, der Anteil der eigenverantwortlichen Bestellung ist sehr gering.

Aus dem Beschriebenen ergibt sich, dass die Bewertung dieses Aspektes der Bewertung des Aspektes Material sehr ähnlich ist. Auf-grund der geringen Quantität wird die Handlungsrelevanz jedoch als gering beurteilt.
Die Einflussmöglichkeiten der Schule beschränken sich auf den kleinen Eigenanteil der Beschaffung. Das Steuerungspotenzial wird daher ebenfalls als gering eingestuft.

Daten des Umweltaspektes
 
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© Berufskolleg Neuss Stand: 01.04.2008