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Umweltauswirkungen
durch:
Bewertung der UmweltaspekteUmweltauswirkungen durch UmweltbildungDie Umweltbildung hat in einem umfassenderen Sinne als die übrigen Aspekte Umweltaus-wirkungen. Alle Bemühungen, die negativen Umweltauswirkungen zu verringern, stehen und fallen mit den beteiligten Menschen. Die Veränderung von Verhalten fußt aber auf einer Ver-änderung des Bewusstseins und diese zumindest teilweise auf Wissen. Eine Umweltbildung ist damit Grundlage einer Veränderung in eine positive Richtung und hat somit Einfluss auch auf alle direkten Umweltaspekte. Dennoch ist festzuhalten, dass die Auswirkungen nur lang-fristig auftreten und nur eingeschränkt zu erfassen und zu kontrollieren sind.
Weitere Gesichtspunkte sind die Einbeziehung der Schüler über Gremien (z. B. Umweltteam), die Einbeziehung der Lehrer als Multiplikatoren und vor allem das Bestreben, Umweltbildung als Unterrichtsprinzip umzusetzen, wie es in unserer Umweltpolitik verankert ist. Hier sind uns aber durch Richtlinien, Lehrpläne und Prüfungsvorgaben sowie durch die zeitlichen Gegebenheiten auch Grenzen gesetzt. Die vielfältigen Maßnahmen in unserem Umweltprogramm sind darauf ausgerichtet, das Verhalten der Schüler im Hinblick auf die anderen Umweltaspekte positiv zu verändern. Dadurch ergibt sich auch die Chance, dass sie ihr Wissen und ihre veränderte Einstellung nach Verlassen unserer Schule in die Unternehmen tragen. Der Aspekt Umweltbildung hat eine hohe bis mittlere Handlungsrelevanz.
Umweltauswirkungen durch den Bestand
Die so bereits eingetretene positive Entwicklung und die nun
kaum mehr vorhandenen Möglichkei-ten der Veränderung relativieren
die Bedeutung des Aspektes Bestand in Bezug auf unsere Schule, so dass
dieser eine geringe Handlungsrelevanz aufweist. Umweltauswirkungen durch den MaterialverbrauchMaterial, Einrichtungsgegenstände und Betriebsmittel haben bei Produktion, Transport, Nut-zung und Entsorgung vielfältige Umweltauswirkungen. Es kommt darauf an, Einsparungsmöglichkeiten zu nutzen, Alternativen in Form von umweltfreundlicheren Materialien zu su-chen und auf eine langfristige Nutzung zu achten. Wichtigstes Material hinsichtlich der Menge ist das Papier, hier wurde insgesamt eine Verringerung des Verbrauches pro Person erreicht. Der Einsatz von Recyclingpapier konnte erhöht werden, seit 2005 wird – bis auf Ausnahmen – nur noch Recyclingpapier verwendet.
Ein weiterer Aspekt sind die Gefahrstoffe. Als Unterrichtsmaterialien werden Gefahrstoffe nur in dem unbedingt notwendigen Maß und in sehr geringen Mengen eingesetzt. Die Sicherheitsmaßnahmen werden eingehalten. Für die Reinigungsmittel sind zunächst die Reinigungsfirma und der Träger der Schule als Vertragspartner der Reinigungsfirma verantwortlich. Dennoch ist das Umweltmanagementteam in diesem Bereich immer wieder tätig geworden, um den Einsatz von Gefahrstoffen zu minimieren, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten und so Risiken zu vermeiden. Der gesamte Aspekt Material ist aufgrund des Ausmaßes von
mittlerer Handlungsrelevanz.
Umweltauswirkungen durch die Nutzung von EnergieUm die Umweltauswirkungen in diesem Bereich so gering wie möglich zu halten, setzen wir„umweltfreundlicheres“ Erdgas ein. Zusätzlich wird im Bereich der Sporthalle durch eine Wärmerückgewinnungsanlage gezielt Energie eingespart.
Die Handlungsrelevanz muss aufgrund der Umweltauswirkungen, aber
auch im Vergleich zu den anderen As-pekten als hoch bis mittel eingestuft
werden.
Umweltauswirkungen durch den Verbrauch von Wasser und AbwasserIm Berufskolleg wird Wasser entsprechend den gesetzlichen Anforderungen eingesetzt, d. h. als Trinkwasser, für Duschen und Toiletten und für die Reinigung, Heizung und Bewässerung. Die Belastung des Wassers entspricht in etwa der privater Haushalte. Die Daten der letzten Jahre zeigen Schwankungen in der Menge, die sich nur durch singulä-re Ereignisse (z. B. Pflanzenbewässerung in einem sehr heißen Sommer) erklären lassen. Insgesamt ist der Verbrauch an Trinkwasser auch nur bedingt dem Schulbetrieb zuzuordnen, da die Duschen in der Sporthalle in der Regel ausschließlich von Vereinen benutzt werden. Insgesamt gesehen liegt hinsichtlich der Quantität ein gering bedeutender Aspekt vor. Die Menge des Schmutzwassers entspricht der des Trinkwassers; hinzu kommt noch die Ein-leitung von Regenwasser. Hier wurden schon wirksame Maßnahmen umgesetzt (Entsiegelung, Versickerung, Gründach). Aus den genannten Gründen ist die Handlungsrelevanz gering.
Umweltauswirkungen durch die Erzeugung von Abfall
Eine Aktion zur Sammlung von CDs, Druckerkartuschen, Batterien und Korken,
die von einer der Öko-Klassen durchgeführte wurde, war sehr
erfolgreich (s. Abfalldaten). Aufgrund der Auswirkungen und des Ausmaßes hat dieser
Aspekt eine mittlere Handlungsrelevanz.
Umweltauswirkungen durch luftgetragene EmissionenLuftgetragene Emissionen gehören zum Output der Bereiche Energie und Verkehr, so dass sie bei der Bewertung dieser Aspekte mit berücksichtigt und bei der Einstufung diesen Aspekten zugeordnet wurden. Umweltauswirkungen durch LärmDie Beurteilung von Lärm ist schwieriger als bei anderen Aspekten, da sich Lärm nicht im üblichen Sinne aufrechnen lässt. Hinzu kommt, dass die Belästigung durch Lärm subjektiv unterschiedlich empfunden wird, was mit der tatsächlichen Gesundheitsgefährdung nicht übereinstimmen muss. Messungen ergaben, dass auffallende Lärmquellen der an- und abfahrende Verkehr (s. dort) und einige Klingeln sind, die mittlerweile leiser gestellt wurden. Die übrigen Daten lassen den Schluss zu, dass sich die Schule in das „Lärmbild“ der Umgebung einfügt. Der Lärm, der im Schulalltag durch die Schüler erzeugt wird, lässt sich nicht durch techni-sche Maßnahmen sondern nur durch Information und Bewusstseinsschärfung verringern. Daher wird dieser Gesichtspunkt im Bereich Umweltbildung angegangen. Die Handlungsrelevanz schätzen wir aufgrund der Auswirkungen
als mittel bis gering ein. Umweltauswirkungen im Bereich Sicherheit und Risiken
Aufgrund der vielfältigen Auswirkungen wird die Handlungsrelevanz
mit mittel bewertet. Umweltauswirkungen durch den Verkehr
Positiv zu beurteilen ist die Wahl der Verkehrsmittel bei schulinternen Fahrten. Eine Untersu-chung ergab, dass die Lehrer das Verkehrsmittel unter Berücksichtigung von Entfernung, Kosten, Verkehrsverbindung, Zeitaufwand etc. gut auswählen. Somit ergibt sich hier kein Handlungsbedarf. Es ist festzuhalten, dass der Aspekt Verkehr – mit Ausnahme
der schulinternen Fahrten – nur wenig beeinflusst werden kann, da
es sich hier um persönliche Entscheidungen handelt und eine positive
Entwicklung in Anbetracht der besonderen Mobilitätsinteressen von
Jugendlichen, aber auch der Erwachsenen, fraglich bleibt. Auch aus diesem
Grund wurde der Aspekt als indirekt eingestuft.
Umweltauswirkungen durch Dienstleister und LieferantenDie Umweltauswirkungen der Dienstleister und Lieferanten sind vielfältig, sie umfassen die Produkte und deren Entsorgung sowie Transporte. Verschiedene Ansätze, die Datenlage mit Hilfe von Lieferantenfragebögen zu verbessern, scheiterten am geringen Rücklauf. Da eine Bildungseinrichtung im Vergleich zu Produktionsunternehmen wenig Dienstleister und Lieferanten hat, fällt der Aspekt jedoch quantitativ sehr wenig ins Gewicht. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass Lieferanten und Dienstleister in der Regel durch den Träger der Schule bestimmt werden, der Anteil der eigenverantwortlichen Bestellung ist sehr gering. Aus dem Beschriebenen ergibt sich, dass die Bewertung dieses
Aspektes der Bewertung des Aspektes Material sehr ähnlich ist. Auf-grund
der geringen Quantität wird die Handlungsrelevanz jedoch als gering
beurteilt.
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| © Berufskolleg
Neuss Stand:
01.04.2008
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