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GESCHWISTER-SCHOLL-GYMNASIUM: ERZIEHUNG ZUR NACHHALTIGKEIT
 

Geschwister-Scholl-Gymnasium: Lernen lernen

In der Sekundarstufe l sind Differenzen in den Lernleistungen der Schüler zu 30 bis 40% auf Unterschiede in der Lernorganisation zurückzuführen. Ungleiche Lernleistungen führen häufig zu Frustration, Desinteresse und geringer Leistungsbereitschaft in der Lerngruppe.

Durch verbesserte Lernorganisation sollen daher Schülerinnen und Schüler:

  • Zutrauen in ihr persönliches Leistungsvermögen gewinnen;
  • neue Wege der Selbstorganisation kennen und anwenden lernen (Vergrößerung der Kompetenz);
  • erkennen, zu welchem „Lerntyp” (auditiv, visuell, motorisch) sie gehören und weitere Lernwege für sich entdecken;
  • ihre jeweilige emotionale und physische Situation einschätzen lernen (Stressbewältigung);
  • die Situation anderer Mitschüler und Mitschülerinnen besser einschätzen lernen;
  • zu persönlichem Einsatz in der Lerngruppe und für die Lerngruppe befähigt werden.

Das Projekt „Lernen lernen“ will die Selbstwahrnehmung und damit auch die Selbstorganisation von Schülerinnen und Schülern nachhaltig verändern. Folgende Fertigkeiten und Methoden sollen sowohl in fachübergreifenden Plenumsveranstaltungen für die jeweilige Jahrgangsstufe als auch in Klassenstunden erarbeitet und geübt werden:

  • Zeichnung, Schüler mit vielen FragezeichenArbeitsplatzorganisation
  • persönlicher Hausaufgabenrhythmus
  • Hausaufgabenmanagement
  • Selbstmotivation
  • mehrkanalige Informationverarbeitung und Lerntechniken
  • Vorbereitung von Klassenarbeiten/Klausuren
  • Übungen zur Konzentration und Entspannung (siehe „Tschigung”)

Aufeinander aufbauende Projekteinheiten sollen in den Stufen 5, 7, 9 und 11 stattfinden. Zur Zeit wird dieses Projekt von vier Mitgliedern des Kollegiums vorbereitet. Die erste Projekteinheit für die Stufe 5 wird voraussichtlich im 2. Halbjahr 2002/03 durchgeführt.

 

Tschigung...

...ist keine Kurzform des Wortes „Entschuldigung“, kein Wurzelsaft für Altersgebrechen und auch keine neue Niesformel, sondern die Laut-Schreibung für das chinesische „Qi Gong“.

Was hat das mit Nachhaltigkeit zu tun?

Nun, die Frage ist: Wie kann ich nachhaltiges Lernen für Schüler ermöglichen?

Eine Antwort darauf ist, mit „Qi Gong“, einer chinesischen Konzentrationsund Entspannungstechnik, die für die Schulpraxis vom Kollegen Hofmann adaptiert wurde, der als Moderator für die Bezirksregierung Düsseldorf arbeitet.

Insgesamt 16 Kolleginnen und Kollegen unserer Schule nahmen im Schuljahr 2001/ 2002 an einer Fortbildung teil und wurden in ihrem Wunsch bestärkt, mit unseren Schülerinnen und Schülern so zu arbeiten. Wie?

Nach 20 Minuten Unterricht werden „die Batterien wieder aufgeladen“, wird „aufgetankt“, wird eine Erholungsphase eingelegt. Durch langsame Dehnübungen wird der Geist beruhigt, werden blockierte Nervenbahnen befreit, wird neue Lernmotivation erzeugt.

Dies alles geschieht im Sitzen, dauert 2-3 Minuten, kann auch von Schülern selbst angeleitet und durchgeführt werden.

Viele Schüler begrüßen diese Form der Unterstützung, andere sind skeptisch, machen jedoch mit: Auch nachhaltiges Lernen, und das heißt hier, der schonende Umgang mit sich selbst, will gelernt sein.

Wir Tschigung-Kolleginnen und -Kollegen wollen nachhaltig weitermachen.

Henrike Tetz, Michael Kaysers, 2003

 



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Letzte Änderung bzw. Überprüfung dieser Seite: 31.01.2016
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