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GESCHWISTER-SCHOLL-GYMNASIUM: ERZIEHUNG ZUR NACHHALTIGKEIT
 

Geschwister-Scholl-Gymnasium

Wassermonat März in Jahrgangsstufe 8

Der fächerverbindende Unterricht zum Thema Wasser findet in Jahrgangsstufe 8 statt und umfasst Unterrichtseinheiten von zwei bis acht Stunden. Er wird durch eine gemeinsame Projektpräsentation abgeschlossen. Diese Präsentation erfolgt in Form einer Plakatausstellung, eines Gottesdienstes und der Dokumentation einzelner Projekte.

Fächer

 

Themenbeispiele

 

Deutsch Wasser in der Werbung
Darstellung/Funktion von W. in der Literatur
Zeitungsprojekt zum Thema Wasser
„Vater Rhein und Tochter Mosel“ -
Rheinromantik in Reisebildern,
Lyrik, Romanen des 19. Jh..
– Schlager & Tourismuswerbung
 
Englisch Der Stausee im Grand Canyon Wasserversorgung in Wales UN - World Water Day
Latein Wasserversorgung und Abwasser bei den Römern    
Französisch Die Loire    
Mathematik Wasserquiz Rauminhalte von Wasserleitungen und -führungen Mathematische Berechnungen
zu Raummaßen
Biologie Wasser als Lebensraum Wasserinsekten u.a. als Indikatoren für die „Güteklasse von Gewässern“ Anpassung von Insekten ans Wasserleben
Erdkunde Rhein als Transportweg (Gefahren, Chancen), als Trinkwasserquelle / Hafen   Rhein als Transportweg (Gefahren, Chancen), als Trinkwasserquelle Hafen (arbeitsteilig)
Politik Wasserverbrauch in der Bundesrepublik Auswirkungen des Hochwassers auf die Anlieger und die Wirtschaft
Physik Wasser und Licht Wasser als Energieträger
Religion Symbolik des Wassers in den Religionen „Der große Durst“ Erzählungen vom Suchen und Finden  
Sport Freizeitsport und Umweltschutz am Unterbacher See    
Kunst Wasser als malerisches Phänomen    
Musik Wasser in Programm- und Filmmusik - Herstellung eigener Werbespots in Zusammenhang mit Wasser. - Präsentation von Wassermusik Herstellung von Musikinstrumenten aus Müll, Müll-Song  

 

Exkurs von Gerda Dürselen-Wöske

Der Wassermonat

Warum das Thema „Wasser“ ?

Poster Verschmutzung der MeereWasser ist allgegenwärtig, der Mensch existenziell auf sein Vorhandensein angewiesen. Um mit Antoine de Saint-Exupery zu sprechen: „Es ist nicht so, dass man dich zum Leben braucht, du selbst bist das Leben.“

Die für die menschliche Existenz herausragenden Bedeutung der Ressource, vor allem aber die vom Menschen ausgehenden Gefährdungen dieses Grundstoffes, machen das Themenfeld Wasser zu einem Sachbereich, in dem sich Umweltbildung, mit den Aspekten Risikobewusstsein, Vernetzung und Zukunftsbezug, hervorragend umsetzen lässt. Hinzu kommt die Tatsache, dass sich eine Vielzahl von unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen mit diesem Stoff befasst, und so, beinahe von selbst, fachübergreifendes Arbeiten erforderlich erscheint.

Zielhorizont des Projekts

Uns war von Anfang an klar, dass – wie bei allen Umweltprojekten – der erhobene Zeigefinger wenig hilfreich ist. Das, was wir machen, soll nicht nur Faktenwissen vermitteln, es muss auch Spaß machen und methodisch andere Wege aufzeigen. Uns geht es darum, den Blick für nicht immer offensichtliche, aber vorhandene Risikofaktoren, die mit unserem Handeln (im Kleinen, aber auch im Großen) verbunden sind, zu schärfen. Wer denkt beispielsweise daran, dass die gedankenlose Nutzung natürlicher Gewässer in der Freizeit ihr zukünftiges „Aus“ sein kann, oder die Begradigung eines Flusslaufes verkehrstechnisch zwar günstig, aber z.B. der Artenvielfalt abträglich ist ? An vielen Beispielen lassen sich die Auswirkungen unseres Handelns verdeutlichen. Uns geht es darum an solchen Beispielen aufzuzeigen, dass wir heute durchaus unseren Spaß und unsere Bequemlichkeit haben können, ohne gleichzeitig zukünftige Möglichkeiten zu zerstören.

Organisatorischer Rahmen

Im Schuljahr 2000/2001, haben wir zum ersten Mal das Wasserprojekt durchgeführt. Da bereits andere umfassende „Projekte“ (Computer-Crash-Kurs, Fahrt ins Schullandheim) ihren festen Platz in der Jahrgangsstufe 8 haben, ging es zunächst einmal darum, eine Arbeits-/Organisationsform zu finden, die projektorientiertes, fachübergreifendes Arbeiten ermöglicht, ohne den normalen Schulalltag auf den Kopf zu stellen. So kamen wir auf die Idee, dass in einem festgelegten Zeitraum (ein Monat) das Thema Wasser von allen Fachlehrerinnen und Fachlehrern innerhalb des normalen Fachunterrichts bearbeitet wird. Die Dauer der Unterrichtseinheit ist der jeweiligen Fachlehrkraft freigestellt und kann von einer nur 1-3-stündigen Einzelaspektbehandlung bis zu einer umfassenden Unterrichtsreihe reichen. Fachübergreifender Unterricht ist hier natürlich erwünscht. Der gegebene Organisationsrahmen lässt allen Beteiligten viele Freiräume nicht nur für inhaltliches, sondern auch für ein vielfältiges methodisches Vorgehen. So ist es z.B. möglich, neben einem „reinen“ Textstudium, Umfragen/Interviews, chemische Wasseranalysen, Erkundungen vor Ort (Kläranlage, Wasseraufbereitung, Freizeitgewässer etc.), Expertenbefragungen, Recherchen im Internet und in Datenbanken usw. durchzuführen. Man kann aber auch Filme oder Kunstwerke herstellen.

Plakat über die Wasserversorgung bei den RömernEinige Möglichkeiten zeigt bereits die oben abgebildete Tabelle. Weitere Beispiele zeigen die Vielfalt der Thematik:

  • Trinkwasserqualität in Deutschland/in Düsseldorf
  • Wasserarmut – Wasserreichtum
  • Wasserprobleme in den Herkunftsländern ausländischer Schülerinnen und Schüler
  • Drei-Schluchten-Staudamm in China
  • Umleitung des Ebro
  • Rettung der Stadt Venedig

Spannend – aber auch entscheidend für den Erfolg des Projekts – ist, dass es den verschiedenen Fächern gelingt, immer wieder neue, andere Betrachtungsperspektiven zu eröffnen und Zusammenhänge herzustellen. Dies erfordert konkrete Absprachen der Kolleginnen und Kollegen, um vor allem Redundanzen zu verhindern, die sich negativ auf die Motivation der Schüler auswirken.
Die bisherige Projekterfahrung zeigt, dass dieser Planungsphase größere Aufmerksamkeit zukommen muss: Einerseits müssen die Absprachen der Kolleginnen und Kollegen noch konkreter sein, andererseits muss berücksichtigt werden, dass die Ideen und Wünsche der Schülerinnen und Schüler zum Tragen kommen. Vielleicht könnte man darüber nachdenken, dass nicht zwingend alle Fächer integriert werden müssen, wobei allerdings bestimmte Bereiche unerlässlich sind (gesellschaftswissenschaftlicher, naturwissenschaftlicher und künstlerisch/musischer Bereich), denn gerade aus den unterschiedlichen Zugangsperspektiven heraus entstehen interessante Arbeitsergebnisse.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Zeichnung Das Wasser des LebensIn beiden Jahren wurden die Ergebnisse des Wassermonats zum Elternsprechtag im Foyer und im Treppenaufgang ausgestellt. Während beim ersten Durchgang durch die Präsentation eines Arbeitsergebnisses - Gottesdienst mit dem Thema Wasser die Ausstellung sozusagen „offiziell“ eröffnet wurde, fand in diesem Jahr „nur“ eine Ausstellung statt. Das war zu wenig und wurde den vielen guten Ergebnissen nicht gerecht. Meiner Meinung nach sollte die Präsentation der Arbeitsergebnisse so gestaltet werden, dass einerseits die Schülerinnen und Schüler in den Genuss des positiven Feedbacks durch die Schulöffentlichkeit gelangen, andererseits die Schulöffentlichkeit bewusst in die Thematik einbezogen wird.

Zum Weiterlesen

Theodor Wahl-Aust

 

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Letzte Änderung bzw. Überprüfung dieser Seite: 31.01.2016
Kontakt: Tilman Langner, tl@umweltschulen.de
 

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