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Unesco-Dekade

GLOBE - Globales Netzwerk für Umweltbildung und Umweltschutz

Steckbrief

Hrsg.: GLOBE ist eine internationale Kampagne, die in den USA von einem Verbund aus NASA, NSF und U.S. State Department geleitet wird. Vielfältige weitere Akteure sind assoziiert, insbesondere Schulen, Universitäten, staatliche und örtliche Schulsysteme und nichtstaatliche Organisationen.
Net: GLOBE Deutschland: www.globe-deutschland.de
weltweite Kampagne: www.globe.gov/
Erscheinungsjahr: GLOBE wurde 1994 in den USA ins Leben gerufen. 1995 haben die ersten amerikanischen Schulen ihre Mitarbeit aufgenommen. Inzwischen beteiligen sich knapp 12.000 Schulen in 100 Ländern (GLOBE GERMANY-PROGRAMM 2005).
Preis: Die Beteiligung an GLOBE ist kostenlos.
Lieferumfang: Die GLOBE-Plattform enthält umfangreiche Informationen zu Umweltfragen und zur Didaktik, zur Organisation des Projektes, ferner die Möglichkeit zur Dateneingabe bzw. zum Zugriff auf erfasste Daten.

Im Rahmen des GLOBE-Programms werden zudem auch Workshops und Lehrerfortbildungen angeboten (diese sind für eine Beteiligung verpflichtend).

GLOBE Deutschland wurde von 1996 bis 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (Bundesministerium für Bildung und Forschung 2009). Nach Auslaufen der Förderung lag das Programm in Deutschland für einige Jahre brach, bis es vom neu gegründeten gemeinnützigen Verein "GLOBE Deutschland" wieder aufgenommen wurde.

Die US-amerikanische Projektwebsite enthält zwar Informationen zu GLOBE Deutschland, aber u.a. keinen Ansprechpartner. - Eine Beteiligung ist damit für deutsche Schulen enorm erschwert bis unmöglich.
Mindest- Systemvoraussetzungen: Computer mit Internetanschluss
Zielgruppe: Schüler (Sekundarstufe) weltweit
Genre: Weltweite Kampagne zur Umweltbildung durch Beobachtung (Messung von Umweltdaten)
Ziel: GLOBE steht für Global Learning and Observations to Benefit the Environment. Anliegen des Programms ist es, umweltrelevante Parameter langfristig zu beobachten und dadurch das Zusammenwirken der einzelnen Umweltkompartimente Klima, Gewässer, Boden und Biologie besser zu verstehen.
Beschreibung: Im GLOBE-Programm sollen Schüler wissenschaftlich verwertbare Daten erfassen. Diese werden über das Internet zentral gesammelt und vom GLOBE-Team mit auf anderen Wegen gewonnenen Daten (z.B. aus Satellitenbildern) abgeglichen. Somit können die Messergebnisse der Schüler bspw. „als Startparameter oder zur Bestätigung von mathematischen Modellen zur Vorhersage von Klimaänderungen oder Veränderungen der Vegetation verwendet“ werden (GLOBE GERMANY-PROGRAMM 2004b). Datenpool und Ergebnisse stehen auch den Schülern zur Verfügung. Damit trägt das Programm dazu bei, lokale Phänomene in einen globalen Kontext zu stellen. GLOBE möchte damit „das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für unsere Umwelt, insbesondere für die globalen Zusammenhänge, durch ihren eigenen Beitrag zur globalen Umweltbeobachtung und Forschung“ verstärken (GLOBE GERMANY-PROGRAMM 2004a).

Dass die Schüler ihre Daten im Lernprozess selbst weiterverarbeiten und somit z.B. von der Ebene der sinnlichen Gewissheit (eigene Daten) aus in Diskurse über die Deutung von Daten oder die Antizipation künftiger Entwicklungen eintreten, ist nicht obligatorisch vorgesehen. Allerdings sind auf der GLOBE-Website vielfältige Anregungen zum Datenabruf und zur Auswertung veröffentlicht.

GLOBE verlangt, dass die Schüler streng nach den vorgegebenen Messprotokollen arbeiten (GLOBE GERMANY-PROGRAMM 2004a) und demzufolge die naturwissenschaftlichen Verfahren rekonstruktiv lernen. Auch die Dekonstruktion dieser Verfahren ist Bestandteil des Programms (GLOBE GERMANY-PROGRAMM 2003). Zudem wird die naturwissenschaftliche Erkenntnisperspektive durch Arbeiten auf der kulturellen Ebene oder die Frage nach gesellschaftlich-politischen Ursachen von Umweltproblemen ergänzt. Insofern bietet das Programm die Möglichkeit, multiple Erkenntnisperspektiven einzunehmen.

GLOBE unterstützt internationale Kontakte zwischen Schülern und bietet dazu im Internet einen Bereich Schulzusammenarbeit an (GLOBE PROGRAM 2004). Dabei werden E-Mail, themenbezogene Chats, gemeinsame Projekte und internationale Schülertreffen (bislang in Finnland und Kroatien) genutzt. In Projekten wie dem Rheinprojekt besteht eine enge internationale Kooperation.

Computergestütztes kooperatives Lernen wird nur auf einem recht einfachen Niveau angewendet.

Fazit

Ein anspruchsvolles und attraktives Umweltbildungsprogramm mit vielfältigen Potenzialen, über deren Nutzung in hohem Maße die Schulen vor Ort entscheiden.

Quellen