In vier Schulen der Hansestadt Rostock haben Schüler 1997/1998 die Raumtemperaturen gemessen. Fazit: Fast alle Räume waren zu warm, und zwar rund um die Uhr und weitgehend unabhängig von ihrer Zweckbestimmung. Die Solltemperaturen nach DIN wurden in der Türmchenschule im Mittel um 3,3 °C überschritten; im Förderzentrum am Schwanenteich um 1,9 °C und im von-Thünen-Gymnasium um 1,7 °C. Die Gesamtschule Lütten-Klein, in welcher die Solltemperaturen im Mittel um 4,8 °C überschritten wurden, war extrem überheizt - hier stellten die Raumtemperaturen schon eine gravierende Belästigung für die Beschäftigten dar (siehe Diagramm, die Solltemperaturen sind durch die waagerechten Linien bei 20°C bzw. 15°C markiert). Mit über 300 kWh pro Quadratmeter und Jahr war der Heizenergieverbrauch dieser Schule auch sehr hoch.

Beispiel 2
Die Kopernikus-Schule in Bützow ist ähnlich gebaut wie die Gesamtschule Lütten-Klein in Rostock (Plattenbau) und befindet sich ebenfalls in Mecklenburg (ähnliches Klima). Hier waren die Raumtemperaturen deutlich dichter an den Sollwerten (siehe folgendes Diagramm), die Schule benötigte 1997 nur ca. 200 kWh pro Quadratmeter und Jahr.

Die Gesamtschule Dierkow wurde Tag und Nacht durchgeheizt.

Schüler in Rostock stellten im Winter 1997/1998 folgende verschiedene Mängel in ihren vier Schulen fest:

Klimadetektive
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